Employment in den USA wird zeitnah relevant, weil sich die meisten Unternehmen dazu entscheiden, nach Gründung einen erfahrenen Mitarbeiter zu entsenden, der das USA Geschäft aufbaut. Dieser Weg ist besser als einen amerikanischen Manager zu rekrutieren, der weder die Unternehmenskultur noch das Produkt kennt. Später kann man immer noch lokale Arbeitskräfte einstellen, namentlich im Vertrieb geht es kaum ohne die Amerikaner. Der entsandte deutsche Mitarbeiter unterliegt dann dem Employment Law des jeweiligen Bundestaates, weil der deutsche Vertrag als Bestandteil einer Entsendung (Expat Arrangement) vorübergehend ruht.

Zur Vermeidung von Streitigkeiten sind schriftliche Arbeitsverträge zu empfehlen, welche sich auf der Basis des amerikanischen Employment Laws in drei Gruppen einteilen lassen:

  1. Letter of Employment für einfache Arbeiter und Angestellte auf der Basis des geltenden Employment Laws USA
  2. Management Verträge auf der Basis der geltenden Employment Regulations USA
  3. Entsendungs-, sogenannte Expat Verträge auf der Basis der geltenden der geltenden Employment Regulations USA.

Wenn eine gewisse Unternehmensgrösse erreicht ist – Guideline: 5 Mitarbeiter und $1 Millionen Umsatz – ist die Firma gehalten, auf der Basis des Arbeitsrechts USA sogenannte Employment Policies anzufertigen.

Ebenfalls ab dieser Grösse benötigt man einen 401(k) und Medical Plan, das Äquivalent der deutschen Renten- und Krankenversicherung im Bereich Arbeitsrecht USA.

Arbeitsrecht USA bedeutet stets das Recht desjenigen Bundesstaates, in dem der Mitarbeiter arbeitet. Man muss sich letztlich also mit 50 verschiedenen Rechtsordnungen auseinandersetzen.

Nach Produkthaftung hat der Bereich Arbeitsrecht USA die häufigsten Klagefälle in Amerika. Es empfiehlt sich daher, die mit dem Thema Arbeitsrecht USA befassten Manager in dieser für sie neuen und komplexen Thematik entsprechend zu schulen, wie dies zum Beispiel bei unseren Seminaren der Fall ist.